Wahl des „passenden“ Berufs

Oft ein großes Fragezeichen

Gut informiert ins Berufsleben starten. Foto: fotolia

Woher sollen wir auch wissen ob unsere Vorstellungen überhaupt richtig sind? Ob es den Beruf überhaupt gibt, den wir uns wünschen? Und ob wir grundsätzlich richtig liegen?

Mal ganz abgesehen davon, dass Du Dich heute nicht mehr wie früher EINMAL festlegst und dann EWIG an diese Entscheidung gebunden bist. Nein, das hat sich total geändert. Schon weil Deine künftigen Chefs von Dir erwarten, dass Du laufend Neues dazulernst, kannst Du davon ausgehen, dass sich im Laufe Deines Arbeitslebens vieles grundlegend verändert – Dein Job genauso wie Du selbst.

Was im Märchen der „sprechende Spiegel“ ist, das sind für Dich die Menschen, die Dich schon lange kennen – echte Menschen eben, keine fremden Figuren aus dem Internet: Freunde, Geschwister, Eltern, Verwandte, Nachbarn. Wem Du voll vertraust, den kannst Du auch fragen:

• Traust Du mir das zu?
• Glaubst Du, das passt zu mir?
• Meinst Du, mit diesem Beruf werde ich auf Dauer glücklich?
• Ist in diesem Job wirklich das gefragt, was mir Spaß macht und was ich am besten kann?

Genauso können Dir diese Leute sagen, ob etwas stimmt, was Du im Internet oder einem Magazin gelesen hast. Sie können Dir, wenn sie selbst schon arbeiten, ein paar Erfahrungen aus ihrer Ausbildungszeit mitteilen. Und sie werden Dich ehrlich warnen, wenn Du mit Deiner Selbsteinschätzung falsch liegst und mit Deiner Wahl unglücklich wärst.

Und ganz wichtig: Mach mindestens zwei bis drei Praktika in verschiedenen Berufen, damit du weißt, was in der Praxis auf Dich zukommt.

In welcher Branche möchte ich überhaupt arbeiten?

Wo arbeite ich am liebsten?

  • Drinnen oder draußen? Werkstatt oder Lagerhalle? Büro oder Shop? Labor oder Studio? Cockpit oder Küche?

Welche Arbeitsmittel mag ich?

  • Schraubenzieher oder Laptop? Pinzette oder Gitarre? Reagenzglas oder Taschenrechner? Bücher oder Bilder?

Wie nah will ich Menschen sein?

  • Liegt mir das persönliche Gespräch? Kann ich gut erklären und verhandeln? Bin ich kontaktfreudig, sprachgewandt und verständnisvoll? Wirke ich überzeugend? Und wie steht’s um meine Sprachkenntnisse?

Ist Gestaltung mein Ding?

  • Bin ich kreativ?
  • Gehen mir Entwürfe und Modelle leicht von der Hand? Habe ich einen Blick für Räume, Formen und Dimensionen?

Ist mir technische Arbeit sympathisch?

  • Hier kommt es auf Nähe zu und Verständnis für Maschinen und Geräte an – von der Idee und Konstruktion bis zur Bedienung und
  • Reparatur.

Wo arbeite ich am liebsten?

  • Drinnen oder draußen? Werkstatt oder Lagerhalle? Büro oder Shop? Labor oder Studio? Cockpit oder Küche?