Neues Schutzkonzept soll Trinkwasserqualität sichern

Kooperationsvertrag für fünf Jahre unterschrieben

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag für den Trinkwasserschutz: Michael Wittemann (3.v.l.) und Jens Steinhoff (l.) als Vertreter der beiden beteiligten Wasserversorger. Foto: pm

Die Kooperation Oberweser ist der Zusammenschluss der Wasserversorgungsbetriebe Hann. Münden und des Wasserverbandes Peine. Beide setzen sich seit 2007 für den Schutz des Trinkwassers ein. Auch in den nächsten fünf Jahren ist diese Zusammenarbeit gesichert: Beide Versorger haben den Vertrag über das Schutzkonzept für die nächsten fünf Jahre unterzeichnet und werden vom Land und der EU mit insgesamt 365.000 Euro gefördert.
„Damit können wir unsere erfolgreiche Arbeit des vorbeugenden Trinkwasserschutzes fortsetzen“, sagt Jens Steinhoff, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden. „Das neue Schutzkonzept und die damit verbundenen Fördermittel sind ein wichtiger Mosaikstein des vorbeugenden Ressourcenschutzes in der Fläche rund um die sieben Gewinnungsgebiete.“

Zusammenarbeit mit Landwirten
Vor allem der Nitratgehalt und die Stickstoffüberschüsse im Grundwasser sollen gesenkt werden. Für dieses Ziel arbeitet der Verbund Oberweser eng mit den 94 Landwirten in den sieben Gewinnungsgebieten zusammen. Damit schaffen beide Akteure eine gute Beratungsgrundlage. „Durch das neue Schutzkonzept können wir auf den rund 1.545 Hektar Acker- und Grünlandfläche trinkwasserschonende Maßnahmen der Landwirte mit Fördermitteln unterstützen. Davon werden die nächsten Generationen profitieren“, sagt Ingenieur Jens Steinhoff.

Nitratkonzentration senken
Dass die Kooperation erfolgreich ist, hat sich bereits 2017 gezeigt. Über Freiwillige Vereinbarungen in der Kooperation Obere Weser sind rund 1.080 Kilogramm Stickstoff eingespart worden. Folglich ist der auch nicht als Nitratfracht im Grundwasser gelandet.

„Der Schwerpunkt der Kooperationsarbeit wird sich in den kommenden fünf Jahren weiter der Senkung der Nitratkonzentration sowie der Vermeidung von Stickstoffüberschüssen widmen“, sagt Steinhoff.

Zwei Säulen der Beratung
Die Kooperationsarbeit beruht auch mit dem neuen Schutzkonzept auf einem bewährten Zweisäulenmodel: Es umfasst die Gewässerschutzberatung der Landwirte und die Freiwilligen Vereinbarungen. „Für den Aufwand des gewässerschonenden Handelns wird der Landwirt über die Fördermittel entschädigt“, erklärt Steinhoff. „Das gilt, wenn er zum Beispiel eine reduzierte Bodenbearbeitung nach der Rapsernte oder eine gewässerschonende Fruchtfolge durchführt.“

Zusätzlich sind die Landwirte durch den Dialog immer dazu angehalten, sich mit einer gewässerschonenden Anwendung von Düngern oder Herbiziden auseinanderzusetzen.