Die wichtigsten Fragen rund um Hyaluron

Hyaluronsäure für den Schönheitskick

Im Laufe der Jahre bekommen wir immer mehr Mimikfalten, was ein ganz natürlicher Prozess ist. Umwelteinflüsse, Sonnenbäder, Rauchen, Alkohol und Schlafmangel beschleunigen die Faltenbildung und lassen das Gesicht müde und älter aussehen, als es tatsächlich ist. Eine ungewollte Begleiterscheinung, die sowohl Frauen, als auch Männer als sehr störend empfinden.

Ich habe in meinen Anwendungen bereits diverse Hyaluron-Pflegeprodukte verwendet. Dennoch werde ich häufig auf die allgemeine Wirksamkeit von Hyaluron angesprochen und inwieweit sich die herkömmlichen Pflegeprodukte von einer Hyaluronbehandlung bzw. Unterspritzung unterscheiden. Hyaluronpflegeprodukte dringen nicht so tief in die untersten Hautschichten wie eine Hyluronunterspritzung und bringen das gewünschte Ergebnis nicht langwierig.
In diesem Zusammenhang stelle ich dem Experten Dr. med. György Daroczi, Facharzt für Plastische und ästhetische Chirurgie aus dem Schweizer Schönheitsklinikum die wichtigsten Fragen rund um das Thema ,,Hyaluron‘‘ für Einsteiger.
Was ist Hyaluron?
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut. Mit zunehmendem Alter sinkt die natürliche Konzentration an Hyaluronsäure. Als Folge kann nicht mehr so viel Feuchtigkeit in der Haut gespeichert werden. Es bilden sich kleine Fältchen, die sich mit der Zeit vertiefen und besonders im Gesicht als störend empfunden werden können. Andere Falten, wie z.B. die Zornesfalte sind durch eine zu starke

 

mimische Muskulatur bedingt. Hier ist Botulinumtoxin der ideale Wirkstoff, um Falten sanft zu glätten.
Welche Bereiche unterspritzt
man mit Hyaluronsäure?
Nasolabialfalten, Mundwinkelfalte und Stirnfalten. Glätten von Kinnbereich, auffüllen des Wangen- und Augenbereichs, Hals und Dekolleté unterpolstern, sowie Handrücken mit altersbedingter Erscheinung.
Gerade im Trend, ist der Aufbau/Aufspritzung von Lippen, Betonung der Lippenkontur. Um eine Nasenoperation zu umgehen, lässt sich auch hier mit Hyaluron eine leichte Korrektur der Nasenform vornehmen.
Sind die Spritzen schmerzhaft?
Für die Behandlung bedarf es einer kurzen Vorbereitung. Die Stelle wird von Make-up befreit und die Haut anschließend desinfiziert. Die Hyaluronsäure wird dann punktuell in die Haut injiziert. Eine leichte Massage fördert dabei die homogene Verteilung des Fillers. Dies geschieht ganz sanft und schmerzfrei.
Kann eine Unterspritzung
Risiken mit sich bringen?
Eine Behandlung durch erfahrene und dafür ausgebildetem Personal ist eher Risikoarm. Jedoch ist eine genaue Aufklärung über die Risiken vor jeder Behandlung persönlich erforderlich.
Wie lange hält das Ergebnis an?
Die Wirkung der Behandlung ist sofort zu sehen. Das Ergebnis kann von Produkt zu Produkt sowie abhängig von der behandelten Region sehr unterschiedlich anhalten. Grundsätzlich gilt, dass festere Produkte langfristiger als die feineren halten. Die Produktwahl wird individuell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst.
Ab welchem Alter
wäre eine Behandlung ratsam,
um langfristig schöne Ergebnisse zu erzielen? Sollte man vor
dem 30. Lebensjahr die Finger von lassen?
Umso früher man mit der Behandlung beginnt, wo die Hautqualität noch keinen dauerhaften Schaden erlitten hat, umso bessere und natürlichere Ergebnisse kann man erzielen. Also eine ganz klare Empfehlung so früh wie möglich, sogar vor dem 30. Lebensjahr mit der Behandlung zu beginnen, um den natürlichen Alterungsprozess vorzubeugen.
Bei fortgeschrittenen Faltenbildungen kann häufig eine Hyaluronbehandlung nicht mehr die optimalen Ergebnisse bringen und man benötigt eine Straffungsoperation.
Worin liegen die Unterschiede zwischen hochwertigem
Hyaluron und einem von
minderer Qualität? Wie kann
ein Patient sicherstellen, dass er die beste Qualität erhält?
Zurzeit sind mehr als 100 Produkte im Handel, die eine auffüllende, gewebesättigende
Wirkung zeigen. Je nach Indikation bzw. vorgesehener Applikationsweise und beabsichtigten Effekten, können sich die am besten geeigneten Präparationen hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften z. T. erheblich unterscheiden. Die Produkte lassen sich z. B. folgendermaßen klassifizieren:
1. Abbaubarkeit:
abbaubar, langsam abbaubar, nicht abbaubar
2 Injektionstiefe:
„oberflächlich, mitteltief und tief verwendbar“
3 Materialursprung:
Heterogen: animalisch/Aliogen/Autogen(patienteneigen)/Synthetisch
An die verschiedenen Filler werden hohe Anforderungen gestellt. Idealerweise sind die folgenden Eigenschaften in einem Produkt vereint:
Nichtinfektiös, leicht injizierbar, wenig schmerzauslösend, am Injektionsort verbleibend, möglichst lang anhaltender Fülleffekt, natürliches Hautgefühl und natürliches Aussehen nach der Behandlung, Preiswert. Der perfekte Filler ist jedoch noch nicht gefunden und Vor- und Nachteile der Produkte müssen im Einzelfall sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Abbaubare Filler zeigen z. B. eine geringere Komplikationsrate und sind daher besser verträglich. Die Behandlungen müssen allerdings materialabhängig alle 4-12 Monate wiederholt werden. Bei lang anhaltenden oder permanenten Fillern hält die Wirkung dagegen entsprechend länger an. Komplikationen sind aber vor allen Dingen bei den permanenten Präparaten nur schwer zu beheben. Ein Behandlungspass ggf. entsprechende Dokumentation der verwendeten Materialien ist empfehlenswert. (Cocirla)