Erneut Diskussion um Suedlink

Bundesnetzagentur stellt sich im Landkreis Fragen der Gegener

Die Suedlink-Trasse spaltet buchstäblich das Land. Die Kommunen und auch der Landkreis Werra-Meißner haben sich jüngst erneut gegen die Trasse – ob als Erdkabel oder Pfeiler – ausgesprochen. Zu dieser Argumentation nimmt die Bundesnetzagentur am 13. und 14. August im Landkreis Stellung. Der Termin ist nicht öffentlich. Eingeladen sind Träger öffentlicher Belange, anerkannte Verbände und Einzelpersonen, die Argumente gegen und auch für die Trasse eingereicht haben. „Wir werden mit den Vertretern der Bundesfachplanung über die fachlichen Aspekte diskutieren“, sagt Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreis Werra-Meißner-Kreis. „Ziel ist, Lösungen zu entwickeln, die einen Kompromiss möglich machen.“ Die Ergebnisse dieses Erörterungstermins wird die Bundesnetzagentur dazu nutzen, den Verlauf der Trasse endgültig zu planen.

Gutachten zeigt
höhere Kosten
„Wir sind gegen die Trassenführung durch den Landkreis“, sagt Wallmann. „Das haben wir in einer Stellungnahme mit 127 Einzelhinweisen deutlich gemacht. Die detaillierte Analyse des Abwägungsprozesses zeigt, dass die Natur- und Geologieaspekte des Werra-Meißner-Kreises in den Plänen der Bundesnetzagentur nicht ausreichend berücksichtig wurden.“ Gutachten würden zudem nachweisen, dass die Kosten für die Trassenführung durch den Werra-Meißner-Kreis deutlich höher seien, als es die Planer der Bundesnetzagentur angegeben hätten.

Landrat fordert
neue Bewertung
Für Landrat Stefan Reuß liegt die Verantwortung jetzt bei der Bundesnetzagentur: „Wir fordern eine vollständige Neubewertung des durchgeführten Korridorvergleichs unter Berücksichtigung aller von uns vorgetragenen Aspekte – insbesondere im Hinblick auf die naturschutzfachliche, topographische, geologische bzw. hydrogeologische Realisierbarkeit des Trassenkorridors. Diese Neubewertung muss faktenbasiert, nachvollziehbar und transparent sein“.