Zwar kompakt, glänzt er innen mit viel Platz, zahlreiche Personalisierungsmöglichkeiten machen ihn begehrenswert

Ein erfreulich vielseitiger SUV für jede Gelegenheit

Erste Klasse: In der Außenansicht präsentiert sich der neue Arona sehr ausdrucksstark. Die Linienführung von Dach und Dachreling knüpft raffiniert an die Ästhetik von Geländefahrzeugen an. © Seat/interPress

Als in Amerika die ersten SUV herumfuhren, waren bei uns die „selbsternannten Besserwisser“ wieder schnell zur Stelle. „Die spinnen, die Amis“, stellte sich schon bald als Blödsinn heraus. Wie schon so oft in jenen Kreisen. Inzwischen hat der SUV-Boom die Cityautos erreicht. Ein ausgesprochen gelungenes Modell kommt von Seat, der Arona.

Er ist ein so genannter Crossover, die Kombination aus sportlichem Offroader und komfortablem Stadtauto – inklusive mehr Bodenfreiheit für Abstecher ins Gelände. Beliebt sind sie durch Vielseitigkeit, Fahrspaß und erhöhte Sitzpositon. Letztere sorgt für eine bessere Verkehrsübersicht, erleichtert das Ein- und Aussteigen. Dazu kommt bei dem über 4,1 Meter langen Arona ein erstaunlich großzügiges Raumgefühl. Um die Kombination aus hohem Nutzwert und Komfort zu erreichen, legten die Konstrukteure viel Wert auf kleinste Details. Uns gefiel auch das komplett auf den Fahrer hin ausgerichtete Cockpit. Alles in seinem Umfeld ist einfach zu erreichen und einzustellen, für mehr Sicherheit sorgt dies ebenfalls.

Bestens vorbereitet…

Wie schon Ibiza, Leon und Ateca ist auch der Arona (ab 15.990 Euro) in den Ausstattungslinien Reference, Style, FR und Xcellence erhältlich. Wem deren Bestückung nicht reicht, wählt Weiteres aus dem umfangreichen Programm. Die Individualisierung erleichtern Optionen in speziell gebündelten Paketen.
In Sachen passiver, aktiver und präventiver Sicherheit positioniert sich der Arona in seiner Klasse ganz vorne. Viele der Fahrerassistenzsysteme
werden meist nur in weit teureren Fahrzeugen angeboten. Hierzu gehören unter anderem das serienmäßige Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ (City-Notbremsfunktion, Fußgängererkennung), Berganfahrassistent und Multikollisionsbremse. Optional sind Müdigkeitserkennung, Helfer beim Aus-, Längs- und Querparken oder Erkennen anderer im Toten Winkel und automatische Distanzregelung an Bord. „Kessy“ (schlüsselloses Schließ- und Startsystem), Rückfahrkamera, 8-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Aufladung kabellos und Audio Soundsystem von Beats ebenfalls. Für viel Komfort und Top-Vernetzung sorgen modernste Infotainment- Systeme und einfache Einbindung des Smartphones. Mitte 2018 folgt ein digitales Cockpit – Klasse Optik, Bedienkonzept und Auflösung. Zur gleichen Zeit lässt sich unterwegs der cloudbasierte, interaktive Sprachassistent Alexa von Amazon nutzen.

Hohe Qualität auch innen: Besondere Sorgfalt wurde dabei auf Details gelegt, das Cockpit ist zudem fahrerorientiert. © Seat/interPress

Bald auch mit Erdgas…

Zur Auswahl stehen drei Benziner mit Direkteinspritzung, Turboaufladung und kraftstoffsparender Stopp-Start-Automatik. Los gehts mit dem 1.0 EcoTSI (95 PS, 175 Nm, 5-Gang-Schaltung). Dieser Dreizylinder ist ebenfalls mit 115 PS erhältlich – in Verbindung mit 6-Gang-Schaltung oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Bereits die kleinste Variante ist 173 km/h schnell und in 11,6 Sekunden mit 100 unterwegs. In dem Einstiegsbenziner liegt der vergleichbare Durchschnittsverbrauch bei 4,9 Liter (CO2: 112 g/km). Der dritte Benziner heißt 1.5 TSI EVO, ein Vierzylinder (150 PS, 250 Nm) mit aktiver Zylinderabschaltung. Dieser ist zunächst exklusiv für die FR-Variante erhältlich und an ein manuelles 6-Gang-Getriebe gekoppelt. Von null auf 100 dauert es mit diesem Motor im Idealfall 8,0 Sekunden, 205 km/h beträgt die Höchstgeschwindigkeit. Auch in dieser Variante hält sich der Spanier beim Verbrauch zurück, durchschnittlich 5,1 Liter (CO2: 115 g/km) sind ein vergleichbar hervorragender Wert. Zwei Dieselaggregate (1.6 TDI mit 95 und 115 PS) folgen etwas später, Ende 2018 ergänzt die Motorpalette noch eine besonders umweltfreundliche und kostengünstige Erdgas-Variante (90 PS).

Fazit

SUV sollen Seat noch erfolgreicher machen. Der bereits gestartete Ateca zeigt dies beeindruckend, der kleinere Arona wird es ihm ganz sicher nachmachen. Der modische, geräumige, praktische und komfortable Alltagswagen bringt seinen Besitzer während der Woche zuverlässig zur Arbeit und nach Hause, am Wochenende mit seinen sportlich-robusten und effizienten Eigenschaften wohin auch immer. Nicht zu vergessen – 2018 bekommt der Arona noch einen größeren Bruder mit bis zu sieben Sitzplätzen.
Norbert Herzog